Mittwoch 13. Dezember 2017
© Alexandra Straub-Kaserer
Alumni-Karrieren

Diagnose: Fernweh

 

ARBEITEN IM AUSLAND. Ein Büro mit Meerblick, bessere Jobchancen, ein Plus für den Lebenslauf: Gerade nach dem Studium überlegen viele, kürzer oder länger ins Ausland zu gehen.

 

Interviews: Christoph Zotter |  Artikel als PDF

 

Christoph Anderle (37) hat Sportwissenschaft studiert und vor fünf Jahren eine Surfschule in Spanien eröffnet.

 

Christoph Anderle: Ein Surfer in Spanien


„Schon während des Studiums ging ich surfen. Mit der Zeit ist es exzessiver geworden, vor allem während meines Erasmusjahres in La Coruna in Spanien. Da hatte ich auch zum ersten Mal Gelegenheit, länger Land und Leute kennenzulernen. Nach dem Studium bin ich gereist, habe Gelegenheitsjobs angenommen, bis ich dann die Idee hatte, auch andere in meine Welt eintauchen zu lassen. Im Frühjahr 2006 bin ich nach Spanien gefahren und habe mehrere Wochen nach einem geeigneten Platz für eine Surf-, Kite- und Yogaschule gesucht. Gefunden habe ich ein Haus in San Jorge, das ich daraufhin selbst renoviert habe. Das habe ich mit den Besitzern so ausgemacht, die mich dafür finanziell unterstützt haben und in das Projekt mit eingestiegen sind. Heute miete ich die Schule und das kleine Gästehaus von ihnen. Wir haben von Mai bis Oktober geöffnet, im Rest des Jahres bin ich aufgrund des Winters weiter südlich in Marokko, bei einem anderen Surfprojekt. Man muss wie in Österreich auch in Spanien mit viel Bürokratie rechnen, das ist in einer anderen Sprache noch schwieriger. Die Behörden halten einen auch oft hin, wenn man die falsche Ansprechperson erwischt und die nicht zugeben will, dass sie sich nicht auskennt. Da ist es gut, wenn man Lokalansässige kennt. Ein halbes Jahr Vorbereitung ist das Minimum, die Behördenwege dauern. Wenn man sich selbstständig machen will, würde ich auch viel mit anderen UnternehmerInnen reden – nicht mit der direkten Konkurrenz, die wollen nicht unbedingt, dass man erfolgreich ist. In meinem Fall haben mir die Erfahrungen einer Tennisschule in der Nähe von San Jorge viel gebracht. Ich plane eher kurzfristig: Ich bin in Spanien krankenversichert, habe aber keine Pensionsversicherung, als Unternehmer geht das. “

 

 

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Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1: Tipps für Menschen mit Fernweh

Seite 2: Spontan nach Honkong

Seite 3: Ein Surfer in Spanien

Seite 4: Mit dem Konzern im Rücken

 

 

                                              

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