Montag 25. März 2019
© Alexandra Straub-Kaserer
Alumni-Karrieren

Mit Leichtigkeit ans Ziel

 

alma zum Berufseinstieg. Ob im Mentoringprogramm alma, in
dem Unternehmensgründungsprogramm u:start, beim Wissenscafé oder auf Podien, immer mehr AbsolventInnen engagieren sich in den Initiativen des Alumniverbands: „Nicht nur für, sondern mit Alumni“, lautet die Devise.

 

Text: Michaela Dürmoser  |  Artikel als PDF aus: univie 02/2012

 

© Suchart Wannaset

Kulturmanagerin Prisca Frischenschlager berät künftige Absolventinnen beim Berufseinstieg.

 

Den Kontakt zu ihrer Universität hat Prisca Frischenschlager durch ihre Tätigkeit als Mentorin bei alma neu entdeckt. Die Absolventin der Theater-, Film- und Medienwissenschaft ist seit dem Jahr 2000 im Kulturmanagement tätig. Bei den Vereinigten Bühnen Wien übernimmt sie die internationale Vermarktung der hauseigenen Musicals. Frischenschlager ist eine von jenen AbsolventInnen, die sich in Projekten des Alumniverbands ehrenamtlich engagieren. „Der großartige Einsatz von Alumni macht die Entwicklung und Umsetzung unserer vielfältigen Initiativen erst möglich“, freut sich Ingeborg Sickinger, Geschäftsführerin des Alumniverbands. Über 100 AbsolventInnen tragen allein in diesem Jahr aktiv zur Alumni-Arbeit bei.

Erfahrungsschatz. Im Mentoringprojekt alma unterstützt die Theaterwissenschafterin Studierende beim Einstieg ins Berufsleben. „Ich habe selbst gespürt, wie hilfreich es ist, wenn Leute ihre Erfahrungen weitergeben können“, stellt die Alumna fest und teilt ihren Erfahrungsschatz mit zwei Studentinnen der Theater-, Film- und Medienwissenschaft.
Die beiden Mentees, Barbara Walter und Christina Schneider, befinden sich auf der Zielgerade ihres Studiums. Neben der Diplomarbeit beschäftigen sie auch Fragen zum „Danach“, wie etwa jene nach den beruflichen Möglichkeiten nach dem Studienabschluss oder nach realistischen Gehaltsvorstellungen. Mit dem theoretischen Wissen wurden sie im Studium ausgerüstet, was den beiden jedoch fehle, seien konkrete Berufsbilder und realistische Einschätzungen der eigenen Chancen am Arbeitsmarkt, resümieren die beiden Diplomandinnen. Das Mentoringprogramm alma bietet ihnen den Rahmen, diese Themen mit einer Absolventin zu besprechen, die bereits mit beiden Beinen im Berufsleben steht.

Gelungenes Matching. Zu den Mentoringgesprächen treffen sich die drei immer im Team. Problematisch sei das für keine von ihnen, ganz im Gegenteil: „Es ist, als würden sich drei Freundinnen zusammensetzen“, berichtet Barbara Walter. Und auch Christina Schneider freut sich über die lockere Atmosphäre und den guten Zugang, den ihre Mentorin zu ihnen gefunden hat. Tipps gibt die 39-Jährige etwa zur Jobrecherche auf einschlägigen Online-Portalen, der Analyse bisheriger Praktika oder auch für das Schreiben von Bewerbungen und die Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche.

Plan B. „Möglichst früh in die Praxis zu gehen“, macht für Prisca Frischenschlager einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben aus. Denn erst durch das praktische Arbeiten würde man herausfinden, was einem wirklich Spaß mache, was man könne, wo man sich vertiefen möchte und was einen fasziniere. Doch auch die Hürden und Stolpersteine beim Berufseinstieg sind der Mentorin nicht fremd. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie schwierig es ist, im Kulturbereich Fuß zu fassen. Praktika in Theatern, meist unbezahlt und ohne fixe Anstellungsverhältnisse, seien nur rar gesät. Die Alumna rät ihren Mentees daher auch immer einen „Plan B“ zu haben – zumindest im Hinterkopf –, möchte sie jedoch vor allem darin bestärken, ihrer Leidenschaft mit vollem Enthusiasmus zu folgen.

Und diese haben die beiden: Barbara Walter will Soziales mit Theater verbinden und konnte bei einem Praktikum am Theater der Jugend bereits Berufserfahrung in der Theaterpädagogik sammeln. „Eine interessante und clevere Kombination“, findet ihre Mentorin, denn es stecke großes Potenzial darin, im Berufsfeld das Theater als Möglichkeit für integrative Maßnahmen zu nutzen. Auch Christina Schneider hat schon konkretere Vorstellungen. Für sie steht nicht die künstlerische Arbeit, sondern die Arbeit mit Künstler­Innen im Mittelpunkt, und diese gelingt in kleinen Theatern besonders gut. Die Möglichkeit zum Austausch mit SchauspielerInnen hat sie seit eineinhalb Jahren in der Komödie am Kai, wo sie inzwischen Regieassistentin ist. „Man muss sich wirklich hinhanteln zu einer Position mit einem Gehalt, von dem man leben kann. Dafür braucht es viel Engagement“, weiß ihre Mentorin.

Leichtigkeit hineinbringen. Prisca Frischenschlager will ihren Mentees vor allem die Angst und Schwere nehmen. „Sie wissen ohnehin, dass der Einstieg ins Berufsleben nicht leicht ist, daher möchte ich ihnen vermitteln, all das nicht so schwer zu nehmen. Ich bestärke sie, selbst die Initiative zu ergreifen und potenzielle ArbeitgeberInnen einfach anzusprechen.“ Was die Noch-Studentinnen vor allem aus dem Mentoring mitgenommen haben, ist die positive Einstellung zum Arbeitsleben. Durch ihre Mentorin entdecken sie, dass es Freude machen kann, Verschiedenes auszuprobieren, dass man nicht sofort nach dem Studium seinen Traumjob finden muss und dass man aus jedem Beruf etwas mitnehmen kann. „Sie hat Leichtigkeit in die Auseinandersetzung mit dem Berufseinstieg gebracht und uns gezeigt, dass man all das auch als Spiel begreifen kann.“ •

 

 

alma Mentoring

 

Das Mentoringprogramm zum Berufseinstieg gibt es seit 2010. Zwei Semester lang werden Studierende von MentorInnen begleitet und beim Einstieg ins Berufsleben unterstützt.

Wer teilnehmen möchte, als MentorIn oder Mentee, schreibt an: alma@univie.ac.at

 

 

                                              

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