Montag 27. Mai 2019
© Alexandra Straub-Kaserer
Alumni-Karrieren

"See you soon again!"

 

INTERVIEW. Die Filmemacherin Bernadette Wegenstein kam zur Premiere ihres neuen Films im Herbst 2012 nach Wien. univie traf die in den USA lebende Alumna der Romanistik zum Interview.

 

Text: Michaela Dürmoser & Siegrun Herzog  |  Artikel als PDF aus: univie 03/2012

 

Siegrun Herzog

Bernadette Wegenstein hat an der Uni Wien Romanistik studiert. Die Filmemacherin

lebt mit ihrer Familie in Baltimore.

 

univie: Seit wann leben Sie in den USA?

Wegenstein: Für ein Leben in Amerika habe ich mich vor 13 Jahren entschieden und wohne gemeinsam mit meinem amerikanischen Mann und unseren drei Kindern in Baltimore. Ich unterrichte an der Johns ­Hopkins University Film- und Medientheorie und mache Dokumentarfilme.

 

Was verbinden Sie mit Ihrer Studienzeit in Wien?
Die Universität Wien ist für mich ein sehr positiver Ort, der meine Intellektualität nicht nur stimuliert, sondern entdeckt hat. Der Professor, bei dem ich promovierte, förderte mich sehr und sagte: „Bernadette, du musst in die große Welt gehen.“ Mit seiner Hilfe erhielt ich ein Stipendium, das mir ein Studium in Stanford ermöglichte, wo ich die Aspekte des amerikanischen Lebens verstehen und schätzen lernte.

 

Was schätzen Sie an Ihrer neuen Heimat besonders?
Ich mag das völlig andere Lebensgefühl, das eine Welt bereithält, in der viele verschiedene Kulturen verankert sind. Vieles entsteht hier aufgrund einer gesellschaftlichen Übereinkunft. Die Johns Hopkins University hält sich beispielsweise an den jüdischen Kalender, obwohl der Großteil der Fakultät nicht jüdisch ist. Dieses multikulturelle Klima beeinflusst mich auch in meiner Tätigkeit als ­Kulturwissenschafterin.

Ihr neuester Film „See you soon again“ ist gerade in den österreichischen Kinos zu sehen. Was hat Sie zu diesem Film inspiriert?
Ich reagiere darauf, was ich in der Kultur erlebe. In Baltimore gibt es eine große jüdische Gemeinschaft, durch die ich den berühmten Wiener Holocaust-Überlebenden Leo Bretholz kennengelernt habe. Die Idee zum Film kam aufgrund seiner Persönlichkeit, seines Galgenhumors und Wiener Schmähs. Der Film will den Holocaust nicht neu ­erzählen, sondern zeigen, wie unbefangen eine völlig diverse amerikanische Kultur mit dem Thema umgeht.

 

Danke für das Gespräch und „See you soon again“!

 

                                              

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